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Chronik 1991 - 1995

1991 - Die Königskette hatte inzwischen an Umfang gewonnen und wurde den Königen zu schwer. Man beschloss, die Orden der Jahre 1924 - 1974 zu  entnehmen. Diese sind heute im Vereinslokal Zur Glocke in einem von Josef Krasenbrink gezimmerten Schrank ausgestellt.

Da nach dem  Ausfall von ‘Haltermanns Kreuz’ keine Kranzniederlegung mehr stattfinden konnte, sollte ein neues Ehrenmal geschaffen werden. Ein 1,6 Tonnen  schwerer Granitstein fand die Zusage der Verantwortlichen. Unsere  Handwerker machten sich unverzüglich an die Arbeit und errichteten mit  schwerem Gerät die neue Gedenkstätte. Am 1. Mai 1991 wurde sie der  Öffentlichkeit vorgestellt und feierlich mit einem Gottesdienst  eingeweiht.

Für Samstag, den 9. Februar 1991 stand das traditionelle Kappenfest auf dem Terminkalender. Wegen des Golfkrieges  beschloss man jedoch, sich mit anderen Bocholter Vereinen solidarisch zu erklären und die geplante Veranstaltung ausfallen zu lassen.

Rechtzeitig vor Beginn des Schützenfestes bat Josef Holtschlag, der  schon seit über 20 Jahren den Vogel für das jährliche Schützenfest baute, einen Nachfolger zu suchen. Wilhelm Klein-Hitpaß seit 1986 in unseren Vorstandsreihen, erklärte sich bereit, diese handwerklich  anspruchsvolle Tätigkeit zu übernehmen. Bis heute baut er den  Schützenvogel, unter Geheimhaltung immer wechselnder Schwachstellen.  Beiden Schützenbrüdern sei an dieser Stelle ein herzliches Dankeschön ausgesprochen.

Am 18. Mai traten wiederum viele Schützen  zum Marsch an die Vogelstange an. Es zeigte sich schon bald, dass der  Vogel nicht so schnell Federn lassen würde. Unser Schützenbruder Hans Elsebrock war es, der mit dem 463. Schuss den Rest des Vogels von der  Stange holte. Nach gleichen Erfolgen in den Jahren 1971 und 1981 schaffte er im 10-Jahresrhythmus diesen Hattrick und wurde zum 3. Male Schützenkönig, bisher einmalig in unserer Vereinsgeschichte. Zur  Mitregentin erkor er sich diesmal seine Frau Gisela.

Zur  Abendveranstaltung war die aus Rundfunk und Fernsehen bekannte Band ‘Jaskon Five’ verpflichtet worden, die den Bocholtern einheizen sollte.  Das Festzelt war gut gefüllt, doch eine richtige Stimmung wollte nicht  aufkommen. Obwohl die Band zwar musikalisch erstklassig spielte, hatten  sie offensichtlich für die Bocholter Schützenfestfreunde nicht das  richtige Repertoire im Notenkästchen.

Das Biwak Fand am 17. und 18. August 1991 erstmalig auf dem Festplatz statt. Am neuen Ehrenmal wurde zum Gedenken unserer verstorbenen Mitglieder ein Kranz  niedergelegt und ein Feldgottesdienst abgehalten. An diesem Wochenende  meinte es der Wettergott aber nicht sonderlich gut mit den Morssenhooker Schützen. Das anhaltend schlechte Wetter liess einen guten Besuch nicht zu.

Das Vorstandsfest wurde in diesem Jahr zusammen mit dem  Schützenverein Mussum gefeiert. Am 7. September traf man sich zu einer  gemeinsamen Dampferfahrt auf dem Rhein. Bei einem Glas Bier wurde das  gute Verhältnis zwischen den beiden Vereinen erneut unter Beweis gestellt.

Das Geschäftsjahr 1992 begann mit der  Jahreshauptversammlung am 24. Februar. Josef Klein-Schmeink, seit 1969  im Vorstand und seit 1981 unser 1. Vorsitzender wollte sein Amt an einen Nachfolger übergeben. Mit hohem persönlichen Einsatz hatte ‘Jupp’ viele Jahre den Verein sehr erfolgreich geführt. Die versammelten  Schützenbrüder wählten als Nachfolger Franz-Josef Kruse, der zuvor schon drei Jahre die Finanzen des Vereins verwaltet hatte. Auf spontanen  Antrag wurde Josef Klein-Schmeink wegen seines besonderen Einsatzes für den Verein zum Ehrenvorsitzenden ernannt.

Nach langjähriger  Tätigkeit, zuletzt als 2. Kassierer, schied Klaus Menchen aus dem Vorstand aus. Ihm gebührt an dieser Stelle besonderer Dank, da er in mühevoller Kleinarbeit die vielen alten Fotos unserer Vereinsgeschichte  zusammen gesucht und katalogisiert hat.

Als neue Kassierer wurden Hans Weeverink und Kurt Gross-Weege in den Vorstand gewählt.  Fortan wurden ausser der Mitgliederverwaltung auch die finanziellen  Geschäftsvorgänge nach betriebswirtschaftlichen Vorgaben mit Hilfe der  EDV geführt.

Das Schützenfest 1992 begann wieder mit einer  Jugenddisco, bei der die Band ‘Les Astres’ die neuesten Songs der internationalen Hitparaden, unterstützt von Lichtorgel und Nebelkanonen, dem jungen Publikum darbot. Zum Schützenfest selbst spielten unter  anderem die Vollblutmusiker der Bands ‘Jet Set’ und ‘Ohrwurm’. Das traditionelle Wecken von Thron und Vorstand endete beim 1. Vorsitzenden. Von dort zogen alle gemeinsam zum Frühschoppen ins Festzelt.

Das Jahr 1993 begann leider mit einem traurigen Anlass. Am 15. Januar  verstarb unser Oberst a.D. Willi Rickert. Er war stets ein vorbildlicher Kompanieführer und fand zu allen Anlässen immer die richtigen Worte. Mit Lob und Tadel, aber auch mit konstruktiver Kritik, entpuppte er sich in seinen Rentnerjahren als Sprecher der Senioren im Verein. Sein Wort galt, seine Vorschläge wurden gerne beachtet.

Beim Kinderschützenfest, das wieder im Rahmen unserer Biwakveranstaltung  stattfand, errangen ***** und Jennifer Elting königliche Ehren.

Zur Generalversammlung, die am 20. Februar 1994 im Vereinslokal ‘Zur Glocke’ stattfand, konnte mitgeteilt werden, dass unser Bauantrag für  das Vereinshaus genehmigt, eine Baugenehmigung erteilt und ein Zuschuss  seitens der Stadt Bocholt bewilligt wurde.

Am 12. Juni feierte  der Bürgerschützenverein Suderwick sein 75-jähriges Jubiläum. Hierzu  waren auch die benachbarten Vereine eingeladen worden. Der gesamte  Vorstand war anwesend, um bei hochsommerlichen Wetter am Festumzug  teilzunehmen.

Leider hatten wir in diesem Jahr auch wieder einige schmerzliche Verluste hinzunehmen. Am 7. Oktober verstarb unser Ehrenpräsident Josef Meteling im hohen Alter von 92 Jahren. Ebenso hart traf es uns, als zum Weihnachtsfest Thomas Höft als noch junger Mann von uns ging.

Nach fast einjähriger Bauzeit wurde am 26. März 1995 das Vereinshaus eingeweiht. Im Beisein der geladenen Gäste fand die Einsegnung des Gebäudes statt. Der 1. Vorsitzende Franz-Josef Kruse bedankte sich bei allen Helfern für die geleisteten Arbeitsstunden und übergab das Gebäude seiner Bestimmung. Anschliessend wurde in gemütlicher Runde auf das entstandene angestossen.

Am Samstag, dem 27. Mai  1995 trafen sich die Vorstandsmitglieder zum ersten Mal zu einer  zünftigen Fahrradtour. Bei herrlichen Sonnenschein wurden etliche  Kilometer abgestrampelt. In den Pausen wurde die Vorstandskasse, die  sich aus Strafgeldern finanziert, gleichmässig an verschiedene Gaststätten verteilt.

Zum Schützenfest wurden wir mit einigen  Überraschungen konfrontiert. Zum Krönungsball am Sonntag besuchte uns ausser den bekannten Abordnungen aus Mussum, Feldmark-West, St. Antonius  und Hohenhorst, der Vorstand der Schützengilde Hemden, die man ebenso überraschend zum Schützenfest während oben genannter Fahrradtour besuchte, Ferner erhielten wir Besuch vom Vorstand des St. Antonius  Schützenvereins Nordbrook.

Der Schützenverein Ss. Ewaldi  Biemenhorst hatte am 16. Juni 1995 zur Fahnenweihe geladen. Wegen der widrigen Witterungsverhältnisse fand der Festumzug zwar nicht statt, der Festakt wurde jedoch im Festzelt durchgeführt.

Am 27. Juni  1995 verstarb unser Ehrenmitglied Hans Wolters. Schon als junger Mann war Hans mit Vorstandsaufgaben betraut worden. Während der Bauphase am  Vereinshaus sorgte er fast täglich dafür, dass die Baustelle sauber und übersichtlich gehalten wurde. In Dankbarkeit beteiligte sich der  Gesamtvorstand an seiner Beisetzung.

Dennis Schoss und Julia  Nienhaus setzen sich beim Kinderschützenfest im August durch und durften sich ein Jahr lang König bzw. Königin vom Morssenhook nennen

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