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Chronik 1977 - 1990

1977 liefen die Verträge mit der Stadt Bocholt sowie TuB Mussum aus. Der ehemalige Festplatz wurde zum Bebauungsgebiet erklärt und dem  Schützenverein wurde von der Stadt ein neuer, wenn auch nicht  entgültiger Festplatz auf Haltermanns Weide zur Verfügung gestellt. Hier wurde erstmalig das Schützenfest vom 28. - 30. Mai 1977 gefeiert.

Von der Jahreshauptversammlung im Jahre 1978 wurde beschlossen, die  mittlerweile 54 Jahre alte Vereinsfahne einer Generalüberholung zu  unterziehen. Hierzu erklärten sich die Schwestern vom Klarissenkloster bereit, die in sorgfältiger Arbeit die Fahne wieder in Fasson brachten.
Die Rentner stellten den Antrag auf einen jährlich stattfindenden  Seniorennachmittag. Um die Vereinskasse nicht zu sehr zu strapazieren,  wollten sie sich freiwillig an den Kosten beteiligen.
Ebenfalls  wurde beschlossen, ein Kinderschützenfest zu veranstalten. Am 26. August, eine Woche nach dem Biwak, feierte der Schützenverein Morssenhook zum ersten Mal ein Kinderschützenfest. Alle Kinder unserer Mitglieder waren zu diesem Fest eingeladen. Bei herrlichem Wetter  tummelten sich die Kleinen auf dem Festplatz und nahmen mit Begeisterung an den vorbereiteten Spielen teil.

Zum ersten Male hatte der  Verein im Jahre 1979 die Vergabe des Imbisswagens ausgeschrieben. Unser Schützenbruder Georg Holtschlag erhielt den Zuschlag und versorgte die Hungrigen zum Schützenfest und Biwak über viele Jahre hinweg mit seinem  Schnellimbiss.
Die Mitgliederversammlung hielt es für zeitgemäss einen Pressewart zu berufen, um die Arbeit des Vereins besser an die Öffentlichkeit bringen zu können. Hans Weeverink wurde hierzu gewählt und füllte diesen Posten fortan mit viel Geschick aus.

Zum  Schützenfest wurde zusätzlich eine weitere Band engagiert. Neben den  ‘Antonius Brothers’ und ‘Charly and the Stars’ übernahm die Band ‘Atlantis’ einen weiteren Teil der musikalischen Unterhaltung, was beim Publikum gut ankam.
Der Jugendspielmannszug feierte sein 10-jähriges Bestehen und organisierte im Parkhaus der Stadt Bocholt einen Jugendwettstreit. Die Veranstaltung endete mit einem Umzug durch die Stadt.

Zur Jahreshauptversammlung 1980 legte Leo Meteling nach  mehr als 10-jähriger Kassenführung sein Amt nieder. Er hatte die  Schützenkasse stets sorgfältig geführt und mit dafür gesorgt, das die  Finanzen im Verein positiv blieben. Als Nachfolger übernahm Hans  Weeverink die Kasse. Da die Sterbekasse infolge mehrerer Sterbefälle arg in Mitleidenschaft gezogen worden war, schlug der Vorstand eine Erhöhung der Sterbekassenbeiträge von damals DM 2,-- auf DM 4,-- vor. Die Versammlung nahm den Vorschlag einstimmig an.
Thron 1981Im Jahr 1981 wurde nach einigen Jahren Pause das Schützenfest wieder in eigener Regie durchgeführt, was mit vielen freiwilligen Helfern auch gut gelungen ist. Nach genau 10 Jahren Pause schaffte es wieder einmal Hans Elsebrock, den Vogel von der Stange zu holen.

Der Spielmannszug plante und half mit beim Umbau seines Übungslokals Gaststätte Morssenhook und schloss mit der Familie Tekaat  einen Nutzungsvertrag über 20 Jahre ab.

Da Helmut Mielke seinen Posten als 1 Vorsitzender zur Verfügung stellte, wählte die Versammlung den langjährigen 2. Vorsitzenden Josef Klein-Schmeink zu seinem  Nachfolger. Damit leitete ein Praktiker die Geschicke des Vereins. Mit ständig neuen Verbesserungsvorschlägen hielt er seine Vorstandskollegen  in Trab.

Am 1. Mai 1981 nahm der gesamte Vorstand an  einem Umzug des Schützenvereins Lowick rechts der Aa teil, der sein  50-jähriges Vereinsjubiläum feierte. Kurze Zeit später, am 10. Juni, war man mit dem Spielmannszug am Festumzug des Schützenvereins SS. Ewaldi  Biemenhorst beteiligt, der aus Anlass des 575-jährigen Vereinsjubiläums veranstaltet wurde.

Das Hauptthema in diesem Jahr war jedoch die ‘Absonderung’ des Spielmannszuges von unserem Verein. In zahlreichen Sitzungen der beiden geschäftsführenden Vorstände wurde nach Möglichkeiten gesucht, dem Spielmannszug die Anerkennung als gemeinnütziger Verein zu verschaffen. Dies war letztlich nur durch eine  offizielle Trennung der beiden Vereine möglich. Beide Vorstände hatten  jedoch immer die Bereitschaft bekundet, weiter wie bisher zusammen zu arbeiten.

Zum Schützenfest spielte eine weitere Topband neben  den schon bekannten Unterhaltungsmusikern zum Tanz auf. Die ‘Akkordenas’ schlugen ein wie eine Bombe und brachten dem Fest eine wahre Bereicherung in punkto Musik und Show.

In einer ausserordentlichen Mitgliederversammlung am 10. Oktober 1982 im  Vereinslokal ‘Zur Glocke wurde eine überarbeitete Satzung von den  Mitgliedern einstimmig angenommen, die dann im Frühjahr 1983 beim Amtsgericht Bocholt eingetragen wurde.

Dass die Vorstandsmitglieder des öfteren auch bei wenig erfreulichen Ereignissen  ihre Uniformen aus dem Schrank holen mussten, blieb bei der ständig  wachsenden, aber auch älter werdenden Mitgliedschaft nicht aus. Besonders schmerzlich traf es uns, als am 18. August 1983 im Alter von  nur 52 Jahren unser Major Karl-Heinz Punsmann verstarb. Mit zackigen  Kommandos hatte er seine Kompanien stets im Griff, aber immer auch einige Scherze auf Lager. Der gesamte Vorstand sowie viele Mitglieder  nahmen an der Beisetzung teil. Zur Biwakveranstaltung am 27. August, nur wenige Tage später, zogen die Kompanien im Schweigemarsch an seiner Wohnstätte vorbei. Entsprechend seiner Lebenseinstellung liessen wir es uns aber dennoch nicht nehmen, die Biwakveranstaltung in vollen Zügen zu geniessen. Er hätte es nicht anders gewollt.

Zu Jahresbeginn 1984 wurde dann Heinz  Wüpping als Major und Kompanieführer gewählt sowie Hans Wolters zum Ehrenhauptmann ernannt.
Die Verantwortung der Bewirtung zum  Schützenfest 1984 wurde in die Hände des Spielmannszuges gegeben, der mit dem Durst der erschienenen Gäste keine Schwierigkeiten hatte.

Am 24. Juni 1984 nahmen der gesamte Vorstand sowie der Spielmannszug am Festumzug der St. Antonius Schützen teil, die ihr 350. Stiftungsfest  feierten. Da alle vollzählig erschienen waren, gab unser Schützenverein ein sehr gutes Bild beim Umzug ab.

Kurz vor seinem 80.  Geburtstag, zu dem bereits eine Einladung bestand, verstarb am 14. März 1985 unser Ehrenoberst Josef Wissen. Es war mit Leib und Seele dem Schützenverein verbunden gewesen und hatte durch seine aufgeschlossene,  lustige Art viele Freunde im Verein. Dementsprechend gross war die  Beteiligung zu seiner Beisetzung. In seinem Sinne fiel der Totemschmaus besonders feucht aus, wie sich heute noch so mancher Schützenbruder erinnert.

Am 12. Mai 1985 feierte unser Nachbarverein, der Schützenverein Mussum, sein Jubiläum. Beim grossen Festumzug war unsere  Abordnung mit Königspaar und einem Teil des Gefolges anwesend.

Gemäss eines Vorstandbeschlusses wurde der zeitliche Ablauf unserer  Biwakveranstaltung geändert und begann erst am Samstagnachmittag. Die  traditionelle Erbsensuppe war nicht mehr gefragt und wurde ersatzlos  gestrichen.
Der Spielmannszug Morssenhook eilte indes von Erfolg zu  Erfolg und hatte sich 1986 zur Teilnahme an der Deutschen Meisterschaft qualifiziert, die zum gleichen Termin wie unser Schützenfest am  Pfingstwochenende stattfand. Damit wir nicht auf die nötige Marschmusik verzichten mussten, sprang für unsere Spielleute der Spielmannszug Mussum ein. Diese Gelegenheit war gleichzeitig auch ein Test, die  Mussumer auf ihre Trinkfestigkeit bei traditionellen Wecken von Thron  und Vorstand zu prüfen. Wie nicht anders zu erwarten war, blieben die Knüppeljungs standfest und liessen keine Misstöne erklingen.

Zur Jahreshauptversammlung 1987 wurde Ernst Wilting für seine langjährige  Vorstandsarbeit gedankt und in den Ehrenvorstand berufen.
Im nunmehr bekannten Zweijahresrhythmus wurde wieder ein schönes Kinderschützenfest organisiert. In Mode gekommen waren grosse Hüpfkissen für die Kleinen, die jedoch nach zunehmendem Bierkonsum auch von den Erwachsenen benutzt wurden. Die Stimmung wurde ausgelassen und das Fest endete zur Zufriedenheit von Gross und Klein.

Am 23. April 1989  war der gesamte Vorstand zu Gast beim Schützenverein Lowick rechts der  Aa, der aus Anlass einer Fahnenweihe zum Festumzug mit anschliessendem  Frühschoppen eingeladen hatte.

Unser Schützenfest begann in diesem Jahr bereits am Freitag mit einer Jugenddisco. Diese  Veranstaltung wurde so gut besucht, dass man sie auch in den nächsten Jahren wiederholen wollte. Zum Vogelschiessen wurde erstmalig eine Kaffeetrinken für die Mitgliederfrauen im Programm berücksichtigt, das von unseren Damen sehr gut angenommen wurde. Auch diese Neuerung blieb bis heute Bestandteil des Festprogramms. Zum Schützenfest selbst wurde wieder eine neue Bandbesetzung engagiert. Die Gruppe ‘€žOhrwurm’ hatte sich in Bocholt einen Namen gemacht und wurde von uns verpflichtet. Aus  eigenen Schützenreihen trat zur Mitternachtszeit Michael Lange mit einer ‘Marius Müller-Westernhagen-Show’ auf die Bühne. Er wurde später unter dem Namen ‘€žPrinz Pfefferminz’ bekannt und immer wieder vom Publikum  verlangt.

Die guten Beziehungen zum Schützenverein Mussum  fanden ihren Höhepunkt in einem Fussballspiel, das zwischen den beiden  Vorstandsmannschaften im Stadion ‘Mussumer Esch’ stattfand. Leider musste sich unser Verein nach zwei hart umkämpften Halbzeiten dem  fussballerischen Können unseres Gegners geschlagen geben. Den leichten Rückstand holten wir aber beim abendlichen gemütlichen Beisammensein  schnell wieder auf, so dass wir doch als Gesamtsieger des Wettkampfes angesehen werden mussten.

Erstmalig war in diesem Jahr während der beiden Biwaktage ein Preisschiessen vorgesehen, das sehr grossen Anklang fand. So beschloss man, dies in den nächsten Jahren zu  wiederholen.

Da zwischenzeitlich ‘Haltermanns Kreuz’ am nahen Wegrand von seinem Besitzer zu seinem Domizil in Gross-Reken verbracht wurde, feierte man den Festgottesdienst am Sonntag morgen ebenfalls in  der Scheune von Bernhard Nakotte. Ein fester Bestandteil des Biwaklebens wurde auch das Kinderschützenfest am Sonntagnachmittag.

Die  Jahreshauptversammlung 1990 brachte wiederum eine Beitragserhöhung. Die ständig steigenden Lebenshaltungskosten machten auch dem Verein zu  schaffen. Um den Mitgliedern und Gästen auch weiterhin ein interessantes Programm zu bieten, wurde eine Erhöhung auf jährlich DM 30,--  zugestimmt.
Kurt Ostendarp wurde zum Nachfolger von Heinz Wüpping als Major und Kompanieführer gewählt.

Im Frühjahr konnte der Verein aus einer Konkursmasse preisgünstig zwei 40-Fuss-Container kaufen, die als Werkstatt, Lagerraum und Vorstandsbüro  umfunktioniert wurden. Das bisher bei Bernhard Nakotte untergebrachte Material wurde in diese Container verbracht. Zusätzlich wurden feste  Elektroinstallationen und Wasserpumpstationen installiert. Damit waren  die Vorbereitungsarbeiten zu den Festveranstaltungen wesentlich leichter geworden.

Am 6. Mai 1990 wurde während eines gemeinsamen Kirchganges der Vorstände der Schützenvereine Mussum und Morssenhook die historische Fahne der beiden Vereine geweiht. Der Schützenverein Mussum hatte die alte Fahne restaurieren lassen. Bei einem zünftigen  Frühschoppenkonzert wurde die Fahne anschliessend der Öffentlichkeit vorgestellt.
Am 24. Mai 1990 war der gesamte Vorstand zu Gast beim Schützenverein St. Bernhard Lowick.

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